Was wir bewegen
Projekte, die verbinden und neue Räume schaffen
Über 100 Kindergruppen seit 2021
Starke Kids arbeitet deutschlandweit mit Kindern und Jugendlichen von 6 bis 14 Jahren an Grund- und Förderschulen sowie weiteren schulischen oder pädagogischen Einrichtungen.
Die Ausgangslagen sind unterschiedlich und genau darauf stellen wir uns ein. Gemeinsam mit der Schule klären wir den Auftrag und schaffen einen verlässlichen, theatertherapeutisch fundierten Prozessraum, der sich mit den Kindern und der jeweiligen Gruppe entwickelt.
Zwei Wege, Starke Kids an Schule zu bringen
Je nach Schule, Zielgruppe und Rahmenbedingungen arbeiten wir projektbezogen oder als kontinuierlicher Prozessraum im Schulalltag.
Intensivformat
Über mehrere aufeinanderfolgende Tage entsteht ein verdichteter Spiel- und Erfahrungsraum. Die Kinder können Erlebtes wieder aufgreifen, Beziehungen vertiefen und eigene Ideen, Rollen und Handlungsmöglichkeiten weiterentwickeln.
Besonders geeignet ist dieses Format für Projektwochen, Übergänge und intensive Gruppenprozesse.
Kontinuierliche Begleitung
Über Wochen oder Monate kehren Kinder regelmäßig in einen verlässlichen Erfahrungsraum zurück. Jenseits von Unterricht, Leistung und Bewertung können sie erleben, ausprobieren und eigene Handlungsmöglichkeiten entwickeln.
Besonders geeignet ist dieses Format, wenn Prozesse nachhaltig begleitet und langfristig im Schulalltag verankert werden sollen.
Praxisbeispiele
KONTINUIERLICHES MODELL · SCHULE AUGUSTSTRASSE, KÖLN
Seit den Anfängen von Starke Kids arbeiten wir an der Schule Augustusstraße kontinuierlich mit Kindern in Kleinstgruppen. Jeden Mittwoch steht ihnen ein eigener theatertherapeutischer Erfahrungsraum zur Verfügung.
Durch die langfristige Zusammenarbeit können Kinder immer wieder zurückkehren, Erfahrungen weiterentwickeln und neue Handlungsmöglichkeiten im Alltag erproben.
Regelmäßiger fachlicher Austausch mit den Lehrer:innen verbindet Prozessraum und Schulalltag, ohne den geschützten Raum der Kinder aufzuheben.
Die Augustusstraße ist für uns deshalb mehr als ein langfristiges Projekt: Sie zeigt, wie Prozessräume zu einem selbstverständlichen Bestandteil von Schule werden können.
INTENSIVFORMAT · PROJEKTWOCHE
Wenn wir mehrere Tage hintereinander mit einer Gruppe arbeiten, entsteht ein verdichteter Erfahrungsraum. Die Kinder müssen nicht jeden Tag neu beginnen: Sie kommen zurück, greifen Erlebtes wieder auf und entwickeln eigene Ideen, Rollen und Geschichten weiter.
Mit jedem Tag kann mehr Vertrautheit entstehen – mit dem Raum, miteinander und mit den eigenen Möglichkeiten. Die Impulse der Theatertherapeut:innen können zunehmend in den Hintergrund treten, während die Kinder mehr Verantwortung für das gemeinsame Spiel übernehmen.
Der konkrete Verlauf ist nicht vorgegeben: Der Rahmen steht. Was darin entsteht, entwickelt sich mit den Kindern.
Wofür Schulen Starke Kids einsetzen
Schulen nutzen Starke Kids sowohl präventiv als auch in herausfordernden Gruppensituationen: wenn Klassen neu zusammenfinden, Kommunikation erschwert ist, Konflikte oder festgefahrene Rollen das Miteinander prägen oder Kinder zusätzliche Räume für Selbstwahrnehmung, Selbstregulation und gemeinsames Handeln benötigen.
Die Ausgangslage bestimmt den Auftrag. Der theatertherapeutische Ansatz bleibt dabei derselbe: Ein professionell gehaltener Prozessraum ermöglicht Kindern, neue Erfahrungen nicht nur zu besprechen, sondern im eigenen Handeln zu erleben.
Praxisbeispiele und Ausgangslagen
Drei Schulen, drei unterschiedliche Situationen – und jeweils ein Prozessraum, der zur Gruppe passt.
Förderzentrum · 7. Klasse · Thüringen
Wenn eine Gruppe sich neu finden muss
Eine neu zusammengesetzte Klasse sollte als Gruppe zusammenfinden. Die Jugendlichen kannten sich teilweise kaum und brachten sehr unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe, Rückzug, Kontakt und Selbstbehauptung mit.
Am Anfang stand die Frage: Wie können wir überhaupt miteinander in Kontakt kommen? Über Bewegung, Spiel und kleine gemeinsame Aufgaben entstanden erste Begegnungen. Nähe und Abstand konnten ausprobiert, Grenzen wahrgenommen und Entscheidungen miteinander getroffen werden.
Aus einzelnen Kontakten entwickelten sich gemeinsame Spielsituationen. Absprachen wurden notwendig, Ideen anderer mussten aufgenommen und Entscheidungen miteinander getroffen werden.
Grundschule · Schuleingangsphase · Saarland
Wenn Sprache noch nicht alles tragen kann
Die Kinder waren gerade eingeschult und standen am Anfang einer neuen Gemeinschaft. Viele befanden sich zugleich noch im Erwerb der deutschen Sprache.
Theater und Schauspiel wurden zu einer Sprache auch ohne Worte. Über Bewegung, Blick, Geste, Rollen und Spiel konnten Kinder sich ausdrücken, aufeinander reagieren und gemeinsame Situationen entstehen lassen.
Wenn Worte noch nicht sofort zur Verfügung stehen, braucht Begegnung Zeit. Die Kinder konnten genauer hinschauen, Reaktionen wahrnehmen und dem Gegenüber Raum geben.
Klassenverband · Projektwoche · Nordrhein-Westfalen
Wenn festgefahrene Rollen wieder beweglich werden
In einer Klasse hatten sich Konflikte und Mobbingerfahrungen verfestigt. Einzelne Kinder waren in feste Rollen geraten und Begegnungen zunehmend von Abgrenzung und gegenseitigen Zuschreibungen geprägt.
Im Als-ob-Raum des Theaters konnten Kinder bekannte Rollen verlassen, andere Figuren und Positionen einnehmen und sich jenseits gewohnter Erwartungen begegnen.
Rollen konnten gewechselt, Situationen verändert und Reaktionen ausprobiert werden. Dadurch entstanden Erfahrungen, für die im gewohnten Miteinander kaum noch Raum war.
Feedback der Kinder
Schulen mit den wir gearbeitet haben
Wie kommt das Projekt an Ihre Schule?
Sie möchten Starke Kids an Ihre Schule oder Einrichtung holen? Gemeinsam klären wir, welches Format zu Ihrer Ausgangslage, Ihrem Auftrag und den Kindern vor Ort passt. Schreiben Sie uns an kontakt@starkekids.org.
Gemeinsam besprechen wir den möglichen Ablauf und die Finanzierung.
